Stufen

img_20190423_071349Ich ging die vergangenen 10 Tage über viele, viele Steinstufen. Hinauf als auch hinunter. Im Himalaya sind das die wirklichen highways. Früher gingen Einheimische tagelang durch Täler, über Pässe und Berge um Verwandte zu besuchen. Es wurde in sogenannten teahouses übernachtet, die Unterkunft war frei, für Mahlzeiten musste bezahlt werden.

Heute durchqueren Trekker aus aller Welt auf diesen Routen die  Gebirgszüge des wuchtigsten Gebirges des Planeten. Die Trekker kommen oft zurück mit geschundenen Körpern. Vor allem die Beine zeugen von der Überbeanspruchung, von den Strapazen.

Danach braucht der Körper wieder Ruhe um zu regenerieren. Täglich stehen wir vor Stufen. Sie helfen uns Weg zu überwinden. In der Regel sollte es mittels der Stufen leichter sein den Weg zu meistern. Oft ist jedoch der natürliche Boden ohne Präparation besser für unseren Bewegungsapparat.

Wo Stufen gebaut werden wird das für nötig gefunden weil dieser Weg oftmals benützt wird. Es ist aber auch genauso wichtig Wege zu gehen, ohne Stufen. Solche die noch nie begangen wurden, oder selten begangen werden.

Als ich mein persönliches Trekking begann dachte ich an das berühmte Zitat aus dem ‘Stufengedicht’ von Hermann Hesse: ‘Und jedem Anfang hält ein Zauber inne.’ Ich brannte darauf endlich loszumarschieren nachdem ich länger zuwartete, ich war nicht mehr zu halten. Zum Ende der tagelangen Wanderung war dieser Zauber längst vorbei. Die Faszination des Gehens, des sich Bewegens war immer noch da. Die Müdigkeit auch. Die Stufen auch.

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