Spannung – Entspannung

Den Wechsel von Spannung und Entspannung nennt man Rhythmus, hat mir mein Musikprofessor einmal erzählt. Wenn ich im Stillstand verharre, zu lang in der Entspannung bin, muss ich los. Ich bewege mich in die Spannung hinein. Wortwörtlich am besten indem ich losgehe, meine momentane Örtlichkeit verlasse. Ich gehe. Ich spüre den Wind in meinem Haar. Ich lebe. Ich spüre, dass ich lebe. Wenn ich meinen Spannungsbogen dann überschritten habe, ich müde geworden bin, geht es zwangsläufig wieder zurück in die ersehnte Entspannung. Das hängt direkt zusammen mit unserem Atem. Ein anderer Musikprofessor von mir machte immer mal wieder folgendes Spiel mit uns Schülern. Er spannte sein Zwerchfell voll an und bat uns, wir sollten ihm, einer nach dem anderen, fest in seinen Bauch boxen. Das taten wir auch, nachdem er uns immer wieder die Scheu davor nahm. Er selbst nahm die teils harten Schläge völlig gelassen, leicht grinsend hin. Es machte immer wieder großen Spaß, wie du dir vorstellen kannst. Er meinte immer wieder, denk dir nichts, hau deinem Lehrer richtig eine rein. Was natürlich allerdings auch unser Herr Professor gemacht hatte war, er hatte sich zwischen den Schlägen entspannt. So macht es jedes Lebewesen. Unwillkürlich tut unsere Lunge, unser Herz das Zeit unseres Lebens. So kommen wir dem Spiel des Lebens gar nicht aus. Der Rhythmus kann manchmal etwas verloren gehen, aber grundsätzlich sind wir in ihm gefangen. Wie schön ist das denn?

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Durban

 

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Dankbarkeit am Ende des Tages

Was habe ich heute gelernt?

Fällt mir gerade nicht ein, bzw. kann ich es momentan nicht auf den Punkt bringen. Jedenfalls bin ich dankbar für den schönen Tag. Hab ich mich bewegt?

Ja, ich hab mich bewegt, zu Lande und im Wasser. Das Minimum hab ich mich bewegt. Es darf an keinem Tag fehlen, solange ich mobil bin. Wir Menschen sind seit jeher ‘Geher’ und ‘Lerner’, manchmal auch ‘Gelehrte’. Immer sollte jedoch am Ende des Tages die Dankbarkeit stehen. Das macht ihn rund und uns glücklich.

Jetzt fällt mir doch noch ein was ich heute gelernt habe. Ein runder Tag ist ein guter Tag für mich. Vielleicht auch für dich?

VAE

Wie oft müssen wir gehen um ‘weiterzuokmmen’? Ich meine damit, gehen, uns bewegen, um nicht in Gedanken stecken zu bleiben. Um auf ‘Anderes’ im Kopf zu kommen. Um sich abzulenken, um Anderes im Gedächtnis zusammenzuspinnen. Millionen von Gedanken jagen täglich durch unser Gehirn. ‘Es denkt’ ständig in uns. Vom Aufwachen bis zum Schlafengehen denkt ‘es’ unaufhaltsam in uns. Da hilft oft einfach ‘gehen’ am besten, sich in Bewegung setzen. Schon den größten Denkern der Geschichte, Schreibern und Philosophen hat das geholfen. Gehe und komme dabei auf andere Gedanken.

Nelspruit
Nelspruit – Mpumalanga

‘Jeder Moment von Gedankenfreiheit ist ein großes Geschenk’…stammt von Rüdiger Dahlke. Das heißt, in diesem Moment bewege ich mich kaum oder gar nicht, da regeneriert mein Geist völlig, wie in Tiefschlaf, gleichsam. Aus diesem ‘Stillstand’ heraus schöpfe ich Kraft, Energie. Ich lerne. Ich wünsche dir zum Jahresschluss einen Moment ‘Gedankenfreiheit’. Das ist die Zeit die zwischen bewegen und lernen steht. Es ist eine wichtige.

Dieser Blog heißt ‘bewegen und lernen’. Es ist ein Lieblingskind, es ist ein Lieblingsthema von mir. Was steckt dahinter? Eine Freundin von mir meinte einmal: ‘Beides, nämlich einerseits ‘die Bewegung’ und andererseits ‘das Lernen’, sind vielleicht das Einzige, was uns das ganze Leben lang begleitet. Auf diesem langen Wege ist es ständig miteinander verknüpft. Genau deshalb und aus noch weiteren Gründen nehme ich mich darum an. Ich habe vor viel von beidem zu erzählen und das Ganze mit Bildern aus meinem persönlichen, bewegten Lernen zu pflastern. Viel Freude auf dem Blog, viel Freude bei ‘bewegenundlernen’.

Plettenberg Bay
Plettenberg Bay – Cafe